Wie Schweißgeruch entsteht und was dagegen hilft

 In Gesundheit

Auch wenn viele Menschen das Schwitzen als unangenehm empfinden, handelt es sich um eine wichtige und sogar lebensnotwendige Funktion des Körpers. Mithilfe der Transpiration kann der Körper selbst unter ungünstigen Bedingungen die Körpertemperatur regulieren. Dabei können die Schweißdrüsen bis zu 14 Liter Schweiß am Tag produzieren.

Neben der Regulierung der Körpertemperatur hat Schweiß auch eine soziale Komponente. So enthält er etwa Duftstoffe, hier vor allem Pheromone, die zumeist unbewusst bei der Partnerwahl eingreifen. Dies dürfte auch einer der Gründe sein, warum viele Menschen, völlig unabhängig von der körperlichen Aktivität und den Temperaturen, schnell ins Schwitzen geraten. Zum Beispiel in Stresssituationen wie Dates oder bei einem Bewerbungsgespräch.

Sofern kein übermäßiges und somit krankhaftes Schwitzen vorliegt, ist das Schwitzen jedoch eine völlig normale Reaktion des Körpers. Die Schweißneigung selbst fällt bei den meisten Menschen vergleichsweise unterschiedlich aus. Während bei einigen Menschen bereits bei eigentlich moderaten Temperaturen der Schweiß fließt, geraten andere wiederum selbst bei hochsommerlichen Temperaturen kaum ins Schwitzen.

Wie entsteht der Schweißgeruch?

Es gibt viele Gründe, warum Menschen das Schwitzen als lästig empfinden. Neben durchnässter Kleidung spielt vor allem auch der Schweißgeruch eine Rolle. Dabei ist es, anders als viele denken, oft gar nicht der Schweiß selbst, der den unangenehmen Geruch verursacht.

Vielmehr sind unsere Hautbakterien für den Schweißgeruch verantwortlich. Diese grundsätzlich nützlichen Helfer zersetzen die im Schweiß enthaltenden Bestandteile und produzieren dabei zahlreiche Abbaustoffe. Dabei entwickelt jeder Mensch, unter Einfluss seiner Gene, eine eigene, ganz persönliche Duftnote. Das ist auch der Grund, warum einzig eineiige Zwillinge einen identischen Körpergeruch besitzen.

Davon abgesehen kann aber auch unsere körperliche Verfassung Einfluss auf unseren Schweiß- und somit Körpergeruch haben. Dies gilt sowohl für verschiedene Krankheiten als auch für hormonelle Störungen. Dabei kommt es oft nicht nur zu übermäßigem Schwitzen. Auch der Geruch des Schweißes kann sich deutlich verändern. So kann ein süßlicher Geruch etwa ein Anzeichen für Diabetes sein, während ein Fischgeruch auf eine Stoffwechselerkrankung hindeuten kann.

Die Ernährung hat ebenfalls einen gewissen Einfluss auf die Zusammensetzung und somit auf den Geruch des Schweißes. So können etwa verschiedene Lebensmittel, dazu zählen Kohl oder Rettich sowie verschiedene scharfe Gewürze, zu einem unangenehmen Schweißgeruch führen. Dies gilt auch für den Verzehr großer Mengen an Fleisch sowie für marinierten Fisch. Allerdings ist der Einfluss der Ernährung auf den Schweißgeruch von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Was gegen das Schwitzen und den Schweißgeruch hilft

Neben der allgemeinen Körperpflege ist der Einsatz klassischer Antitranspirante sowie Deodorants die einfachste und somit auch die am häufigsten genutzte Lösung gegen Schwitzen und Schweißgeruch. Während Deodorants den Geruch überdecken, hemmen Antitranspirante bereits die Bildung des Schweißes.

In verschiedenen Tests hat sich gezeigt, dass in den Antitranspirantien weiterhin vor allem Aluminiumsalze zum Einsatz kommen und diese auch am besten helfen. Diese verengen die Ausgänge der Schweißdrüsen und hemmen so die Schweißbildung zumeist zuverlässig. Völlig unbedenklich ist dies jedoch nicht. So steht Aluminium in Verdacht, verschiedene Krankheiten wie etwa Alzheimer zu begünstigen, da es sich im Körper anreichen kann. Wissenschaftlich erwiesen ist dies jedoch nicht.

Von Deos und Antitranspirantien abgesehen, gibt es noch einige weitere nützliche Hilfsmittel und Möglichkeiten. Dazu zählen verschiedene ätherische Öle, etwa aus Zitrone und Rosen sowie CBD bzw. Cannabidiol. Ebenso kann das Trinken ungesüßter Tees wie Pfefferminz- und Löwenzahntee die Schweißneigung verringern.

Bei sehr starker Schweißbildung zum Arzt

Schwitzen ist, wie eingangs bereits erwähnt, eine für den Körper wichtige und somit auch völlig normale Körperfunktion. Allerdings kann sehr starkes Schwitzen, eine Hyperhidrose, ein eigenes Krankheitsbild darstellen oder ein Hinweis auf eine andere Krankheit sein. Daher empfiehlt es sich grundsätzlich, bei übermäßiger Schweißbildung zeitnah einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann die Ursache einer Hyperhidrose abklären und eine entsprechende Behandlung einleiten.

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