Was hat es mit der mysteriösen Pyramide auf dem Karlsruher Marktplatz zu tun?

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Menschen haben schon immer Pyramiden gebaut. Wobei die antiken Bauwerke in Ägypten und in Mexiko von unschätzbarem Wert sind, gibt es auch in Deutschland eine ganze Reihe an pyramidenförmigen Bauwerken. Ihre Bedeutung ist jedoch in den meisten Fällen klar, wie zum Beispiel bei Karlsruher Pyramide. Weder die Illuminaten, noch die Freimaurer haben mit dieser Pyramide mitten in einer deutschen, großen Stadt zu tun. Vielmehr wurde die neuzeitliche Stadt-Pyramide auf Geheiß des Stadtgründers erbaut, der sich im Inneren beerdigen lassen wollte und dessen sterbliche Überreste auch heute noch in den Tiefen unter dem Karlsruher Marktplatz schlummern. Den Entwurf für die Pyramide stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert von Friedrich Steinbrenner, aber auch der Bildhauer Fridolin Dietsche war maßgeblich am Bau der Pyramide in Karlsruhe beteiligt. Das knapp 7 Meter hohe Monument besitzt eine Kantenlänge von leicht über 8 Metern und besteht vollständig aus Sandsteinen aus der Region um Karlsruhe. Erbaut wurde die Pyramide in Karlsruhe in den Jahren 1823 – 1825, seit 1940 ist die Karlsruher Pyramide Eigentum der Stadt und darf seitdem auch von der Öffentlichkeit besichtigt werden. Nach einem längeren Verdecken der Karlsruher Pyramide, wegen umfangreichen Baumaßnahmen in der umliegenden Karlsruher Innenstadt, ist die Pyramide nun seit 2018 wieder begehbar und nicht mehr unter einer Holzabdeckung verborgen und geschützt.

Um Pyramiden ranken sich schon immer die wildesten Legenden

Während es auch diverse Legenden zu der Karlsruher Pyramide gibt, behaupten einige hohe Politiker, die antiken Pyramiden seien von Aliens erbaut worden, welche nun auf einem Planeten namens „Nibiru“ durch das Weltall reisen würden. Einige Menschen sind sich sicher, dass die großen Pyramiden von Gizeh weit mehr als nur imposante Grabkammern für die damaligen Herrscher aus dem Nil Delta waren. Aufgrund von Rückständen einer Explosion im Inneren der Großen Galerie in der Cheops Pyramide geht die Legende um, die Pyramiden von Ägypten könnten wie vorzeitliche Kernreaktoren funktioniert haben. Diese Annahme setzt die Auffassung voraus, die alten Agypter hätten bereits eine Technologie entwickelt, um elektrischen Strom zu produzieren und diesen dann auch außerhalb der Pyramiden zu nutzen.

Wie wurden die Pyramiden erbaut?

Nach wissenschaftlicher Ansicht wurden die tonnenschweren Felsblöcke von außen an die Spitzen der Pyramiden transportiert. Ein Architekt aus Frankreich hat nun jedoch eine andere Theorie entwickelt, wie die Pyramiden einst erbaut sein könnten, die überaus plausibel und einleuchtend klingt. Dem französischen Architekten nach hätten die alten Ägypter für die oberen Bereiche schlichtweg keine so großen und massigen Steine verwendet, wenn es Schwierigkeiten gegeben hätte, diese in eine derartig enorme Höhe zu befördern. In diesem Fall wären schlichtweg kleinere Steine verwendet worden. Der deutsche Architekt nimmt vielmehr an, dass es in der Mitte der Pyramiden eine Art Aufzugsystem gegeben haben muss, durch welches sich die massiven Felsblöcke ganz einfach bis hinauf zur Spitze der Pyramide ziehen ließen. Er nimmt an, eine Vielzahl an Pyramidenarbeitern könnte dabei bei einer flaschenzug-ähnlichen Konstruktion das Gegengewicht gebildet haben. Für diese Art der Erbauung wäre unter dem Aufzug eine Art See nötig, über den die riesigen Steine angeliefert werden müssten.

Unterirdischer See unter der Cheops Pyramide nach mehr als 3.000 Jahren bestätigt

Auch hier passt die Theorie des Architekten zu aktuellen Funden, bereits im antiken Rom hatten einige Schreiber und Gelehrte gemutmaßt, unter der Cheops Pyramide müsse sich ein unterirdischer See befinden. Wirklich gefunden wurde dieser jedoch erst rund 3.000 Jahre später, nämlich Anfang der 2000er Jahre. Es besteht nun die Annahme, dass die Ägypter die Pyramidensteine mit großen Holzschiffen über den Nil zum Bauort der Pyramiden verbrachten, über einen Seitenarm des Nils wurden die Steinblöcke dann bis direkt in die Mitte der Pyramiden gefahren. Außerdem sind sich einige Fachleute sicher, dass nicht alle Steine transportiert worden sind. Grund ist der fehlende Bauschutt, der bei einer Bearbeitung der Pyramidensteine anfallen hätte müssen. Vielmehr gehen Experten aus dem Bauwesen davon aus, dass für den Bau der Pyramiden auch Verschalungen aus Holz eingesetzt wurden, wie sie auch heute teilweise noch üblich sind. Darin seien dann einzelne Elemente gegossen worden, mit einer Art altertümlichem Beton aus den Abfällen der Steinbearbeitung.

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