» Lenovo ThinkPad

Neue Notebooks verfügen häufig schon über die neuen Solid State Disks oder diese sind gegen entsprechenden Aufpreis in den Geräten erhältlich. Aber welche Vorteile bringen die SSDs gegenüber den etablierten HDDs?

Zu den neuen Notebooks gehören etwa das MacBook Air, welches es als Option mit einer SSD gibt, aber auch das neue ultramobile Lenovo ThinkPad X300 verfügt bereits über eine integrierte SSD mit 64 Gigabyte, doch mit 2.800 Euro ist dieses Subnotebook auch nicht gerade günstig. Der folgende Videovergleich zeigt den Geschwindigkeitsunterschied beim Booten einer SSD auf der linken Seite gegenüber einer HDD mit 7.200 Umdrehungen pro Minute auf der rechten Seite, getestet auf zwei Dell-Laptops:

Man sieht, dass die Solid State Disk bereits schneller bootet als die mechanisch agierende HDD, obwohl HDDs mit 7.200 Umdrehungen pro Minute schon zu den schnellsten ihrer Art gehören. Ob sich aber der deftige Aufpreis lohnt? Auch Programme werden mit einer SSD schneller gestartet, sind sie allerdings erst mal im Speicher geöffnet, fällt der Unterschied nicht mehr so gewaltig auf, wenn sie dann erneut angesprochen werden. Das liegt vor allem daran, dass sich die Daten von den SSDs besonders schnell auslesen lassen, hingegen sind sie beim Schreibzugriff derzeitig noch langsamer als herkömmliche Festplatten!

Hier noch ein offizielles Video von Samsung, welches die beiden Festplattentypen im direkten Vergleich darstellt:

Auch das MacBook Air gibt es gegen knapp 1.000 Euro Aufpreis mit einer SSD. Der Aufpreis oder gegebenenfalls auch der spätere Festplattenwechsel beim MacBook Air könnten aber durchaus sinnvoll sein, denn im MacBook Air gibt es standardmäßig sonst nur eine Festplatte mit 4.200 Umdrehungen pro Minute. Standard bei Laptops sind Festplatten mit 5.600 Umdrehungen, wer will kann sogar auf die 7.200 Umdrehungen aufrüsten. Bei so kleinen Festplatten mit 1,8 Zoll, wie sie eben auch im MacBook Air von Apple verbaut sind, ist man also gut beraten, sich Gedanken über die Festplatten zu machen.

Die Flash-Technologie, die in den SSDs werkelt, hat gegenüber herkömmlichem Arbeitsspeicher den Vorteil, dass sie die Daten auf Dauer auch in ausgeschaltetem Zustand speichern kann. Die Hersteller reden hier von etwa 10 Jahren. Ansonsten ist der Flashspeicher wesentlich langsamer als etwa SDRAM: Bis zu 80 mal langsamer! Es ist also ein Irrglaube, wenn man denkt, die neuen Festplatten seien jetzt so schnell wie der bisherige Arbeitsspeicher.

Ein weiterer Vorteil des Flashspeichers ist der geringe Energie-Bedarf, die Folge ist eine längere Akku-Laufzeit und damit auch eine Schonung der Umwelt! Wielange allerdings die SSDs halten, ist eine andere Frage: Haben HDDs den Vorteil, dass sie theoretisch unbegrenzt viele Schreibvorgänge verkraften, so machen die Zellen der SSDs bereits bei etwa 100.000 Schreibvorgängen schlapp! Das bedeutet, dass die Festplatten durchaus nach einer gewissen Zeit an Kapazität verlieren können und irgendwann den Geist aufgeben können… Im Grunde muss jeder selbst entscheiden, ob ihm die Vor- oder Nachteile überwiegen oder ob der saftige Aufpreis derzeitig den Kauf einer SSD sinnvoll erscheinen lassen. Man kann auch damit rechnen, dass in Zukunft die Preise für SSDs dramatisch fallen werden und wer sich jetzt bereits solch eine leistet, sich vielleicht schon in ein bis zwei Jahren kräftig in den Allerwertesten beißen dürfte…    [...mehr]


Schick, leicht und klein: Das Lenovo ThinkPad X300.

Lenovo ThinkPad X300 © Kofoed / Flickr

Das Lenovo ThinkPad X300 wurde mit den gleichen Chipsätzen wie das MacBook Air von Apple gefertigt. Im Gegensatz dazu, ist es allerdings etwas dicker und hat weniger Rechenpower: Nur 1,2 GHz statt bis zu 1,8 GHz beim MacBook Air. Aber braucht man diese wirklich unterwegs?

Darüberhinaus hat das Lenovo ThinkPad X300 einen integrierten DVD-Brenner, ein Vorteil, den das MacBook Air nicht hat… allerdings kostet dieser DVD-Brenner auch extra! Das MacBook Air hingegen ist auch wesentlich dünner, wie wir alle wissen das dünnste Notebook der Welt :)

Interessant scheint die Möglichkeit das Lenovo ThinkPad X300 mit einer 3G-Internetkarte nachzurüsten oder ein GPS-Modul einzubauen. Das sind natürlich Features, die den Anwendungsbereich dieses Gerätes dramatisch erhöhen. Hier kann man nur hoffen, dass Apple auf die Kritiken reagiert und in einer der folgenden Generationen die fehlenden Anschlüsse und Möglichkeiten nachrüstet.

Zu bedenken ist der Preis: In der Grundausstattung kostet das ThinkPad X300 2.799 US-Dollar! Das MacBook Air in der Grundausstattung kostet “nur” 1.699 Euro. Das Argument Apple sei teurer, zieht hier wohl nicht.

Ganz interessant zu lesen, zwei völlig verschiedene Meinungen zu dem Gerät: Hier gibt es einen Testbericht zu dem Lenovo ThinkPad X300 von einem Windows-Nutzer und hier einen Testbericht des Lenovo ThinkPad X300 im Vergleich mit dem MacBook Air von einem Apple-Nutzer.    [...mehr]